Marat – Die Geschichte einer Revolution:oder die Menschheit erkrankt an sich selbst
Ein SCHAU:SPIEL von Tobias Hahnefeld
Sehr frei nach “Die Freiheit, frei zu sein” von Hannah Arendt
Die Geschichte beginnt mit dem Bild „Der Tod des Marat“ von Jacques-Louis David, 1793, Öl auf Leinwand, 162 mal 128 cm. Das Werk liest sich wie der Tatort eines Mordes: Die Einstichwunde in der Brust, die Badewanne voller Blut, die Mordwaffe am Boden und das Bekenner*innenschreiben in seiner linken Hand.
Doch wie kam es zu der Mordtat?
Die Inszenierung geht vom bildnerischen Werk Davids aus und transformiert dieses in den Bühnenraum des Theaters. Es entsteht ein Spiel zwischen den unterschiedlichen Dimensionen der Malerei und des theatralen Raumes. Um die Frage nach dem Mord zu beantworten, wird die Perspektive des Publikums auf die beiden Hauptfiguren Jean Paul Marat und Charlotte Corday gelenkt.
Das zentrale Motiv der Inszenierung ist die Feminisierung des Raumes: d. h. in der Lesart der Aufführung die Aneignung des politischen Raumes durch die Figur der Charlotte Corday. Das SCHAU:SPIEL bewegt sich zwischen politischen, sozialen und dem persönlich-individuellen Raum der Charaktere. Dabei wird deutlich, wie das weibliche Körperbild kulturell codiert ist.
Und natürlich geht es um Macht, Willkür, Gewalt, Krieg, Wahnsinn: denn es geht schließlich um die Revolution.
Sensorische Reize und Content Notes:
In der Inszenierung werden Themen der Gewalt, Aggression und Mord thematisiert. Dabei kommt es zum punktuellen Einsatz von Blut, Geschrei, Dunkelheit, Stroboskop. In der dramaturgischen Einführung vor Ort können weitere Angaben zu den expliziten Stellen erfragt werden – sowie vorab unter folgendem Instagram-Kontakt: who_killed_marat
Credits:
Bühne, Skript & Regie: Tobias Hahnefeld
Schau:spiel: Lisa Edith Freiberger & Victor Immanuel Marc
Dramaturgie & Produktion: Victor Immanuel Marc & Eszter Sonnevend
Kostüm & Puppenbau: Victor Immanuel Marc
Choreographie: Micaela Odriozola Maglie
Licht: Carlos Franke
Soundgestaltung: Dominik Tremel
Maske: Olen Mamai
Technische Leitung: Philipp Kehder
Technische Unterstützung: Felix Schwarzrock
Grafikdesign: Anna Hinz
Öffentlichkeitsarbeit: Luise Hellmund
Künstlerische Leitung: Tobias Hahnefeld
Produktionsunterstützung: Götz Michael Freimann & Mark Gleisberg & Benjamin Heberling
Die Aufführung wird ermöglicht durch die Gesellschaft der Freunde internationales Theater Frankfurt e.V./ die Hessische Theaterakademie/ das Kulturamt Gießen.
Wir danken dem Team des Frankfurt LAB für die Unterstützung vor Ort.
Solidarisches Preissystem 5€ /10€ /15€
Bezahlung in Bar an der Abendkasse.
17.12. kostenlose Reservierung hier
18.12. kostenlose Reservierung hier
Dauer: ca. 70 Minuten
Sprache: Deutsch