Space and time for contemporary productions
Frankfurt LAB Residenzprogramm "Frankfurt Moves!"

Seit 2014 bietet das Frankfurt LAB Residenzen an, um Nachwuchskünstler:innen Raum und Zeit für die (Weiter-)entwicklung von künstlerischen Arbeiten zu geben. In den vergangenen Jahren konnten spannende künstlerische Positionen ins Frankfurt LAB eingeladen und nachhaltige Synergien zwischen Residenzkünstler:innen und den LAB-Partnerinstitutionen geschaffen werden. Besonders danken möchten wir an dieser Stelle der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und der Crespo Foundation für ihre Unterstützung und Engagement.

Wir freuen uns seit 2021 gemeinsam mit der KfW Stiftung das neue Format Frankfurt Moves! anbieten zu können und damit das LAB Residenzprogramm internationaler auszurichten: So bieten wir in 2022 gemeinsam mit der KfW Stiftung am Frankfurt LAB vier Residenzen an. Frankfurt Moves! richtet sich an aufstrebende Künstler:innen, die in den Darstellenden Künsten arbeiten und in Afrika, Asien, Lateinamerika oder in Nahost ausgebildet wurden. Vom 19. Juli bis 19. August 2022 stehen den Residenzkünstler:innen die professionellen Spielstätten des Frankfurt LAB, samt vorhandener Technik, zur Verfügung. Die Residenz beinhaltet darüber hinaus ein Honorar, Dokumentationskosten, Reise- und Übernachtungskosten sowie die Möglichkeit der Vernetzung mit Kulturschaffenden aus der Region. Das Frankfurt LAB bietet am Ende der Residenz die Möglichkeit, Arbeitsergebnisse öffentlich zu präsentieren. Die komplette Ausschreibung findet sich hier.

Eine Expert:innenjury wählte aus der großen Anzahl an Einreichungen vier Künstler:innen-Teams aus drei Kontinenten aus:
Die interdisziplinäre Performancekünstlerin Carla Tapparo aus Argentinien verbindet in „Gnathost-o-mata“ mix-culture, wie Raves und Dj-ing, mit Erzähltechniken, um neue Bedeutungen und Erfahrungen zu schaffen. Dabei interessiert sie die Beziehung zum individuellen und kollektiven Körper. Mit Körpern beschäftigen sich auch die Tänzer und Choreografen Emmanuel Ndefo und Femi Adebajo aus Nigeria. In „Traces of Ecstasy“ untersuchen sie männliche Verletzlichkeiten und Intimität. Tänzerin und Choreografin Stephanie Kayal hat sich mit dem Musiker und Komponisten Abed Kobeissy zusammengetan, um sich mit „Galactic Crush“ an den physischen und psychologischen Verletzungen der letzten Jahre im Libanon als sci-fi Antiheldin zu rächen. Das feministische Theaterkollektiv um Regisseurin Manjari Kaul aus Indien wird „Firefly Women“ weiterentwickeln. Das Theaterstück basiert auf den Briefen zweier Frauen aus dem Gefängnis, wo sie aufgrund drakonischer und frauenfeindlicher Gesetzgebung inhaftiert sind.

Die KfW Stiftung und das Frankfurt LAB gratulieren den ausgewählten Künstler:innen und freuen sich auf die Begegnung und den Austausch in Frankfurt. Einen Einblick in die Ergebnisse der Residenzen bietet eine Werkstattpräsentation am 18.8.2022 im Frankfurt LAB.

Frankfurt Moves! ist eine Initiative der KfW Stiftung in Kooperation mit dem Frankfurt LAB zur Förderung internationaler aufstrebender Künstler:innen im Bereich Darstellende Künste.

Julian Weber, constructing ruins © Jörg Baumann

Die Bewerbungsfrist endete am 30.01.2022 um 23:59 (cet). Bewerbungen, die nachträglich eintreffen, werden nicht berücksichtigt.

Rückfragen können per Email gestellt werden: residencies@frankfurt-lab.de

Mehr Information hier

Resident:innen 2022:
Carla Tapparo
Stephanie Kayal &Abed Kobeissy
Emmanuel Ndefo & Femi Adebajo
Manjari Kaul, Savita Rani & Priiya

Resident:innen 2021:
Ghida Hachicho
Bassem Saad
Ali Eyal
Marwa Arsanios

Resident:innen 2020:
Artemis Chrysostomidou
Mayah Kadish
Romulad Krężel und
René Alejandro Huari Mateus
Joseph Wegmann