Space and time for contemporary productions
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Residenzprogramm

Im Frühjahr 2014 wurde das Frankfurt LAB Residenzprogramm erstmals ausgeschrieben; 120 Bewerbungen sind auf die Ausschreibung beim Frankfurt LAB eingegangen, vier Residenzgruppen konnten 2014 im Frankfurt LAB arbeiten. Seit 2015 konnte es mit Mitteln des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und des Landes Hessen fortgesetzt werden. Experimentelles künstlerisches Arbeiten und das Betreten von künstlerischem Neuland erfordert Voraussetzungen, die nicht allein durch die wenigen und knapp finanzierten Koproduktionshäuser gewährleistet werden können: Vor der konkreten Probenarbeit braucht es Möglichkeiten für Vorrecherchen und Zwischenschritte; suchendes Arbeit an vielversprechenden Ansätzen, die Möglichkeit zu verwerfen oder unerwartet entstandene neue Linien zu verfolgen. Die Freiheit, neue künstlerische Methoden zu entwerfen und zu erproben, ist für eine Weiterentwicklung der szenischen Künste unabdingbar. Diese Arbeit braucht Zeit und Raum und anders als in den Bildenden Künsten sind in den darstellenden Künsten die Arbeitsmittel meist an konkrete Produktionen gebunden – Probenräume und Bühnentechnik sind teuer und rar. Vorproben, Recherchen, szenisches Forschen haben deshalb oftmals schlechthin keinen Platz.

Primäres Ziel des Frankfurt LAB Residenzprogramms ist deshalb die Bereitstellung von Raum, Zeit, finanzieller, organisatorischer und inhaltlicher Unterstützung für die Arbeit an grundsätzlichen künstlerischen Fragestellungen, die Erarbeitung eigener Projekte und eine Positionsbestimmung und Verortung im Feld der Künste. Es wendet sich insbesondere auch an internationale Künstler*innen und Gruppen die sich in einer beruflichen Umbruchsituation befinden: ein Wechsel der künstlerischen Sparte, der Beginn einer unabhängigen künstlerischen Laufbahn, eine Veränderung des Felds der Auseinandersetzung, eine neue Arbeitskonstellation. Es schafft so die Basis, (wieder) künstlerisches Neuland zu betreten.

Julian Weber, constructing ruins © Jörg Baumann

Residentinnen 2019:
Carolin Millner
Hannes Köpke
Kristina Dreit
Kihako Narisawa