Space and time for contemporary productions
DE | EN
Über uns

Im Frankfurt LAB werden Projekte von international renommierten Ensembles, die sich dem modernen Musik-, Tanz- und Theaterschaffen gewidmet haben, produziert und dies in Zusammenarbeit mit anerkannten Institutionen der künstlerischen Ausbildung. Im Frankfurt LAB stehen den Künstler*innen in den Produktions- und Aufführungshallen Raum und Zeit in einem unüblichen Maße zur Verfügung, um neue Werke und/oder neue Darbietungsformen im Laboratorium experimentell zu entwickeln und auszuprobieren. Zugleich soll der Produktionsprozess und das Ergebnis dem Publikum, aber auch Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern in Frankfurt RheinMain vermittelt werden. Forschung, Produktion und Vermittlung sind daher die Kernaufgaben dieses Laboratoriums.

Ein künstlerisches "Labor der Moderne“ soll das Frankfurt LAB sein, ein Raum für Experimente, die sich innerhalb der organisatorischen und räumlichen Zwänge von Theatern kaum verwirklichen lassen. Neue Darstellungs- und Kommunikationsformen sollen entwickelt werden, spontan, flexibel, auf aktuelle Entwicklungen reagierend. Für Kunstinteressierte heißt das: Ein Haus, das keinen festgelegten Spielplan, aber stattdessen die Möglichkeit kurzfristiger Entscheidungen für öffentliche Präsentationen bietet, eines, das die Öffentlichkeit dazu einlädt, sich mit der Arbeit der im Frankfurt LAB agierenden KünstlerInnen kritisch auseinanderzusetzen. Das bedeutet: Nicht nur das Ergebnis, sondern auch der künstlerische Prozess als ästhetische Erfahrung steht – für die KünstlerInnen selbst und für das Publikum – im Vordergrund. Die neue Konstellation, die hier geschaffen wird, greift tief ins traditionelle Verhältnis von KünstlerIn und BetrachterIn, von Kunstproduktion und -rezeption ein, ja sie stellt die Selbstverständlichkeit dieses etablierten Gefüges in Frage. Und da hier Kunstproduktion, künstlerische Ausbildung und Kunst-Erleben eine enge Verbindung eingehen, eröffnen sie auch dem kunsttheoretischen Diskurs neue Perspektiven. In der Konzentration von Produktion, Ausbildung und Forschung, von künstlerischer Praxis, theoretischer Reflexion und Rezeption an einem gemeinsamen Ort geht das Frankfurt LAB noch über ähnliche Ansätze anderer Institutionen hinaus.

Dass sich das Frankfurt LAB auf die Erfahrungen der für seine Gründung maßgeblichen Institutionen mit interdisziplinären, verschiedene Sparten übergreifenden Projekten wie etwa der als Kooperation der Forsythe Company mit der HfMDK und weiteren Partnern angelegten „Motion Bank“ stützen kann, gereicht dem Projekt zum Vorteil – und etabliert die Region Frankfurt RheinMain im internationalen Maßstab in vorderster Reihe unter den Impulsgebern für die zeitgenössische performative Kunst.
Das Frankfurt LAB in der Schmidtstraße ist ein wichtiger Schritt für die Stärkung der zeitgenössischen Musik und der darstellenden Künste in Frankfurt RheinMain, einer Region, die sich als Wegbereiter der Moderne unter den Kulturmetropolen Europas etablieren will.

VORSTAND
Dr. Philipp Schulte (Vorsitzender) – Geschäftsführer der Hessischen Theaterakademie
Dr. Gabriele König (stellvertretende Vorsitzende) – Kaufmännische Direktorin Dresden Frankfurt Dance Company
Matthias Pees – Intendant des Künstlerhaus Mousonturm
Christopher Brandt – Vizepräsident Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt am Main
Christian Fausch – Künstlerisches Management und Geschäftsführung Ensemble Modern

„Wenn Kunst nur im Kopf entsteht, reproduzieren wir, was wir schon wissen. Neue Kunst braucht Orte, an denen sie entstehen kann. Und die szenischen Kunstformen der Gegenwart sind von interdisziplinären Kooperationen abhängig, das heißt, sie brauchen einen Ort, der ein grenzüberschreitendes Zusammenspiel möglich macht: einen Ort wie das Frankfurt LAB.“

Heiner Goebbels